1. Oberflächenschuppenmarkierungen
Hauptmerkmale: Unsachgemäße Bearbeitung des WerkzeugsSchmiedeteileführt zu rauen Oberflächen und schuppenartigen Strukturen. Solche rauen, schuppenartigen Strukturen entstehen leicht beim Schmieden von austenitischem und martensitischem Edelstahl.
Ursache: Lokale Schleimhautschädigung aufgrund ungleichmäßiger Schmierung oder ungeeigneter Schmierstoffwahl und mangelhafter Schmierölqualität.
2. Fehlermängel
Hauptmerkmale: Der obere Teil des Gesenkschmiedeteils ist entlang der Trennfläche gegenüber dem unteren Teil nicht ausgerichtet.
Ursache: Es gibt keine Ausgleichssperre für Fehlausrichtungen am Schmiedegesenk, oder das Schmiedegesenk ist nicht korrekt installiert, oder der Spalt zwischen Hammerkopf und Führungsschiene ist zu groß.
3. Unzureichende Gesenkschmiedefehler
Hauptmerkmale: Die Größe des Gesenkschmiedeteils nimmt in Richtung senkrecht zur Trennfläche zu. Überschreitet die Größe die in der Zeichnung angegebene Größe, ist das Gesenkschmiedeteil unzureichend.
Ursache: Große Abmessungen, niedrige Schmiedetemperatur, übermäßiger Verschleiß des Werkzeughohlraums usw. führen zu unzureichendem Druck oder übermäßigem Widerstand der Gratbrücke, unzureichender Maschinenkraft und übermäßigem Knüppelvolumen.
4. Unzureichende lokale Auffüllung
Hauptmerkmale: Es tritt hauptsächlich an den Rippen, konvexen Ecken usw. der Gesenkschmiedeteile auf, und die Oberseite des Füllbereichs oder die Ecken der Schmiedeteile sind nicht ausreichend gefüllt, wodurch die Kontur der Schmiedeteile undeutlich wird.
Grund: Die Konstruktion der Vorform- und Stanzwerkzeugkavität ist unzweckmäßig, die Presskraft der Anlage ist zu gering, der Rohling wird nicht ausreichend erhitzt und die Fließfähigkeit des Metalls ist schlecht, was diesen Defekt verursachen kann.
5. Gussstrukturrückstände
Hauptmerkmale: Bei Vorhandensein von Gussresten weisen die Schmiedeteile häufig unzureichende Dehnung und Dauerfestigkeit auf. Denn bei der Prüfung des Werkstücks unter geringer Vergrößerung sind die Strömungslinien des blockierten Bereichs der Gussreste nicht deutlich erkennbar, und es können sogar dendritische Auswüchse sichtbar sein, die hauptsächlich bei Schmiedeteilen auftreten, die aus Stahlblöcken geschmiedet wurden.
Grund: Unzureichendes Schmiedeverhältnis oder ungeeignetes Schmiedeverfahren. Dieser Mangel beeinträchtigt die Eigenschaften der Schmiedeteile, insbesondere die Schlagzähigkeit und die Dauerfestigkeit.
6. Korninhomogenität
Hauptmerkmale: Die Körnung in einigen Teilen desSchmiedeteileDie Körner in einigen Bereichen sind besonders grob, während sie in anderen Bereichen feiner sind und ein ungleichmäßiges Korngefüge bilden. Hochtemperaturlegierungen und hitzebeständige Stähle reagieren besonders empfindlich auf Korninhomogenitäten.
Ursache: Die niedrige Endtemperatur beim Schmieden führt zu lokaler Kaltverfestigung des Hochtemperaturlegierungsblocks. Beim Abschrecken und Erwärmen kommt es zu starkem Kornwachstum oder die anfängliche Schmiedetemperatur ist zu hoch, wodurch die Verformung unzureichend ist und der Verformungsgrad in diesem Bereich kritisch wird. Die ungleichmäßige Kornverteilung kann leicht zu einer Verringerung der Dauerfestigkeit und der Lebensdauer führen.
7. Faltfehler
Hauptmerkmale: Die Stromlinien sind an den Falten des Präparats bei niedriger Vergrößerung gekrümmt, und die Falten ähneln in ihrem Erscheinungsbild den Rissen. Handelt es sich um einen Riss, werden die Stromlinien zweimal durchschnitten. Im Gegensatz zum Rissgrund sind beim Präparat bei hoher Vergrößerung die beiden Seiten stark oxidiert, und der Faltengrund ist stumpf.
Ursache: Sie entsteht hauptsächlich durch zu geringen Vorschub, zu hohe Reduktion oder einen zu kleinen Amboss-Abrundungsradius beim Ziehprozess von Pleuel- und Kurbelwellenschmiedeteilen. Faltfehler führen dazu, dass das oxidierte Oberflächenmetall während des Schmiedeprozesses miteinander verschmilzt.
8. Unsachgemäße Verteilung der Schmiedeströmungslinien
Hauptmerkmale: Bei geringem Energieaufwand beim Schmieden treten Strömungslinienturbulenzen wie Strömungslinienrückfluss, Wirbelströme, Trennung und Konvektion auf.
Ursache: Unsachgemäße Werkzeugkonstruktion, ungeeignete Wahl des Schmiedeverfahrens, ungeeignete Form und Größe des Rohlings.
9. Gebänderte Struktur
Hauptmerkmale: Eine Struktur, in der andere Gefüge oder Ferritphasen in Schmiedeteilen bandförmig verteilt sind. Sie tritt hauptsächlich in austenitisch-ferritischen Edelstählen, halbmartensitischen Stählen und eutektoiden Stählen auf.
Ursache: Dies entsteht durch die Schmiedeverformung beim Zusammenwirken zweier Teilegruppen. Dadurch verringert sich der Querdehnungsindex des Materials, und es besteht die Gefahr von Rissen entlang der Ferritzone oder der Phasengrenze.
Veröffentlichungsdatum: 13. Juni 2024